Die Zwanburgermolen wurde 1805 vom Warmonder Mühlenbauer Simon Paddenburg gebaut und war Nachfolger einer Kokerwindmühle. Sie entwässert den Zwanburgerpolder, die damals eine Fläche von 233 Hektaren hatte. Als Arie Cozijn 1886 zum Müller der Zwanburgermolen ernannt wurde, gab es nebenan noch keine Wohnung. Der Wohnraum beschränkte sich auf einen einzigen Zimmer mit einer Bettnische im ersten Stock der Mühle. Cozijn betrieb die Mühle bis 1940. Daher wurde die Mühle in Warmond oft nur 'Cozijns Mühle' genannt.
Die Mühle war Hauptpumpwerk bis Januar 1958, als – wie sich später herausstellen sollte – der Wellkopf riss und die Flügel zerstört wurden. Im selben Jahr wurde die Mühle durch ein elektrisches Pumpwerk abgelöst und außer Betrieb genommen.
In Warmond entstand eine Diskussion, ob man die Mühle abreißen sollte. Indem die Rijnlandse Molenstichting die Mühle erwarb, konnte der Abriss verhindert werden. Kaufbedingung war allerdings, dass die Stiftung sich dazu verpflichtete, die Mühle wieder betriebsbereit zu machen, damit sie gegebenenfalls als Hilfspumpwerk dienen konnte. Diese Funktion hat die Mühle bis heute. Als erste Mühle im Besitz der Stiftung ist sie noch immer Teil ihrer Bildmarke.
Die Mühle wurde nach der Übernahme restauriert. Die neue Flügelwelle stammt von einer Kokerwindmühle aus der Nähe von Strijen, die nach der Flutkatastrophe von 1953 nicht wieder aufgebaut und 1955 vollständig abgerissen wurde.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Jacoba van Beierenfonds Teylingen entwickelt
Runde, steinerne Poldermühle mit Schöpfrad
Kappenwindmühle, Baujahr 1805