1641 wurden in 'Soeterwoude' neun kleine Polder zu einem großen zusammengelegt, unter der Voraussatzung, dass nur eine einzige neue Mühle gebaut werden durfte. Anschließend wurde 1642 eine 'kompetente' Mühle gebaut. Am Anfang war die Mühle mit einem Innenkrühwerk versehen, dies wurde jedoch schon bald geändert.
Bis 1952 entwässerte die Mühle den Groote Westeindsche Polder. In jenem Jahr wurde auch die letzte kleine Schleuse des Polders abgerissen. An ihrer Stelle wurde ein neues Pumpwerk gebaut, wodurch die Mühle außer Betrieb genommen wurde. 1961 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über und es fand sofort eine dringend erforderliche Restaurierung statt. 1996 erfolgte eine neue große Restaurierung, bei der unter anderem die beiden Ruten ersetzt wurden. Im Frühherbst 2015 bekam die Haube neues Reet.
Die Umgebung der Mühle hat sich allmählich verschlechtert. Es wurde ein Erholungswald angebaut, relativ nah an die Mühle wurden zwei große Windturbinen errichtet und zudem wurde die Rijnland Route verlegt. Auffällig ist, dass diese große Mühle sehr lange eine Welle aus Holz hatte. Erst 1891 wurde die Haube nahezu vollständig erneuert und eine gebrauchte gusseiserne Welle eingeführt.
Formell wird diese Mühle als 'De Westeinder' bezeichnet, nach dem Polder, den sie immer noch entwässern kann. Der Name 'Zelden van Passe' ist jedoch üblicher geworden. Laut Überlieferung entstand er, weil der Müller einerseits den Wasserpegel des Polders möglichst niedrig halten sollte, andererseits aber nicht zu niedrig, da die Bauern dann nicht mehr mit ihren Kähnen durch die Gräben fahren konnten. Man konnte es allen also nur 'zelden van passe' – selten recht – machen.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland entwickelt.