Im Jahre 1636 beschlossen die Landbesitzer siebener Polder im Gebiet der heutigen Mühle die Gründung eines Polders – des 'Sevenhuyserpolder'. Dieser Polder wurde im Laufe der Zeit in Waterloospolder umbenannt, da das Wasser zwischen Kleipoel und Kever 'Waterloos' genannt wurde. Der Polder hat eine Fläche von 186 Hektar und eine Förderhöhe von 1,70 Meter.
Die heutige Waterloosmolen wurde 1857 gebaut, nachdem ihre Vorgängerin abgebrannt war. Die Mühle wird vom großen Kenner Bicker Caarten – langjährigen Vorsitzenden der Rijnlandse Molenstichting – als 'zierliche Mühle nach reiner südholländischen Art' bezeichnet.
Nach dem Bau eines elektrischen Pumpwerks im Jahre 1958 wurde die Mühle Eigentum der Rijnlandse Molenstichting. In den 1970er Jahren offenbarten sich bei dieser Mühle immer mehr Probleme mit der Wasserzufuhr und dem Unterbau. Das Schöpfrad stand nahezu im Trockenen. Die Mühle wurde Ende der 80er Jahre wegen ihres schlechten Zustandes stillgelegt und stand anschließend mit unbedeckten Windruten und einem abgesägten langen Schwertbalken da.
Nach jahrelangem Stillstand erfolgte 1995 bis 1997 eine tiefgreifende Restauration, bei der vor allem viele Wasserbauarbeiten stattfanden. Die Restauration war auch bahnbrechend für den Mühlenbau, da das Schöpfrad nicht durch eine Förderschnecke ersetzt wurde, sondern erhalten blieb – sei es erheblich vertieft und leicht verengt. Die Mühle dient seitdem als Hilfspumpwerk bei extremer Überlastung oder beim Ausfall des Pumpwerks. Die Mühle wird seit über 100 Jahren von ein und derselben Familie betrieben.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland entwickelt.