Die Vlietmolen entwässert den Vlietpolder mit einer Fläche von 195 Hektar und einer Förderhöhe von 2,00 Metern. Sie ist die Nachfolgerin einer am 30. Mai 1913 abgebrannten Kokerwindmühle. Diese Mühle wurde nach dem Brand nicht vollständig neu gebaut. Für manche Teile wurden Elemente anderer abgerissenen Mühlen genutzt.
Am 27. September 1956 stürzte nach einem Wellenbruch das Flügelkreuz herunter. Dadurch wurde der Oberbau schwer beschädigt. Der Polderausschluss beschloss den Bau einer elektrisch angetriebenen Förderschnecke neben der Mühle. Gleichzeitig wurde bei der Provinz eine Abrissgenehmigung nur für den Oberbau beantragt. Im Unterbau lebte nämlich noch die Müllerfamilie Elsgeest mit neun Kindern. Die Genehmigung wurde 1958 verweigert.
Sechs Jahre später, im Jahre 1964, wurde die Rijnlandse Molenstichting Verwalterin der Mühle und restaurierte sie die Mühle im betriebsfähigen, aber noch nicht entwässerungsfähigen Zustand. Dies geschah erst später. 2002 konnte die Mühle, nach 50 Jahren, mit einer neuen Förderschnecke wieder Wasser befördern. Die Mühle ist heute ein Hilfspumpwerk und kann bei extremer Überlastung oder Ausfall des elektrischen Pumpwerks eingesetzt werden.
Königin Wilhelmina hat diese Mühle in eines ihrer Gemälde verarbeitet. Als sie das Gemälde der Mühle fertigmalen wollte, standen die Flügel jedoch anders. Auf ihr Verlangen wurden die Flügel durch den Müller in den von ihr erwünschten Stand gedreht, damit sie ihr Gemälde vollenden konnte.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland entwickelt.