Der Boden im Veenderpolder bestand aus Moor und war deshalb Gold wert. Denn aus Moor konnte Torf hergestellt werden – der Brennstoff schlechthin in einem Land, wo Brennholz knapp und Steinkohle (noch) nicht zu finden war. Deswegen wurde der Torfstich beschlossen, der zwischen 1792 und 1834 stattfand. Damit wuchs das Risiko, dass das naheliegende Haarlemmermeer auch den Veenderpolder 'verschlingen' würde. Eine Trockenlegung wurde also notwendig, aber nicht nur aus diesem Grund: Der relativ 'wertlose' Moorsee würde sich auch in rentable landwirtschaftliche Anbaufläche verändern, und auch der Fiskus würde etwas davon haben.
Die Veendermolen stammt aus 1934 und ruht auf dem Unterbau eines Vorgängers aus 1830. Der Rumpf ist mit wunderbarem Mauerwerk versehen. Haubeteile, Welle und Ruten stammen von einer Mühle aus Langeraar. Die Flügelwelle wurde 1942 ausgewechselt. 2000 wurde die Mühle restauriert, wobei u.a. die Förderschnecke verlängert und vertieft wurde.
Die Mühle entwässert den Veenderpolder mit einer Fläche von 186 Hektar und einer Förderhöhe von 4,15 Metern. Die Mühle ging 1978 in den Besitz der Rijnlandse Molenstichting über, ist Hilfspumpwerk bei extremer Überlastung und wird von einem ehrenamtlichen Müller betrieben. Seit 1958 wird die Mühle ebenfalls von der Segelschule 'Stichting Zeilcentrum de Wijde Aa' genutzt.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der 'Stichting Zeilcentrum de Wijde Aa' entwickelt
Runde, steinerne Poldermühle
Baujahr: Unterbau 1830, Oberbau 1934