Der Stevenshofjespolder entstand 1674 aus einer Zusammenlegung kleinerer Polder und hatte ursprünglich eine Fläche von 150 Hektaren. Nach dem Bau des Stadtviertels Stevenshof und der Verkehrsverbindung 'Rijnlandroute' beträgt die zu entwässernde Fläche noch ungefähr 40 Hektar.
Der 3. Dezember 1796 wurde zu einem schwarzen Tag. Die hölzerne Kokerwindmühle war bei starkem Wind und schwerem Gewitter im Einsatz, als sie bei einer zu starken Bremsung Feuer fing und weitgehend vernichtet wurde.
Die Baukosten für die neue, nunmehr steinerne Mühle betrugen 4.579 Gulden. Innerhalb von einem Jahr war die neue Mühle einsatzbereit. Die Mühle blieb bis 1981 Hauptpumpwerk für den Polder und wurde dann durch ein elektrisches Pumpwerk abgelöst.
Die Mühle gehörte bis 1966 zur Gemeinde Wassenaar. Seitdem steht sie in Folge einer Grenzänderung auf dem Grundgebiet der Gemeinde Leiden.
1976 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über.
Ab 1947 wurde die Mühle 57 Jahre lang von Arie van den Ham, einem Bauer, der am Rijksstraatweg wohnte, bedient. Heute wird sie von ehrenamtlichen Müllern betrieben.
Die Stevenshofjesmolen war früher Signalmühle, d.h. eine Mühle, die vom Wasserverband damit beauftragt wurde, anderen Mühlen in der Nachbarschaft zu signalisieren, dass man die Entwässerung aufnehmen oder abbrechen sollte. Auf den Ruten sind die Bügel noch sichtbar, die dazu dienten, das Signal (tagsüber eine Flagge und nachts eine Lampe) zu befestigen.
Diese Tafel wurde von den Einwohnern des Stadtteils Stevenshof und vom Nachbarschaftsrat Stevenshof finanziert
Runde, steinerne Poldermühle
Baujahr 1797