Der ehemalige Rietveld-Polder entstand 1648 durch eine Zusammenlegung sieben kleiner Privatpolder, darunter der Rietveldsepolder. Der Deichgraf von Rijnland genehmigte diese Zusammenlegung unter der Voraussetzung, dass eine Achtkant-Wassermühle gebaut werden würde.
Die Mühle ist als hervorragende Aalmühle bekannt. Das heißt, dass der Müller beim nächtlichen Betrieb viel Aal fängt. Möglicherweise der Grund dafür, dass der Polderausschuss bis etwa 1905 das traditionelle Abendessen nach der jährlichen Großen Inspektion in der Rietveldsemolen genoss.
Bis 1966 entwässerte die Rietveldsemolen den Rietveldsepolder, später Riethoornsepolder genannt, mit einer Fläche von etwa 705 Hektar und eine Förderhöhe von 1 bis 1,50 Metern. Als aber im März 1966 das neu erbaute Pumpwerk für den Riethoornsepolder offiziell in Betrieb genommen wurde, hieß das für die Mühle, dass sie keine Funktion im Wasserhaushalt mehr hatte. Seitdem mahlt die Mühle in einem Kreis – das Wasser, das die Mühle auf der Busenseite verlässt, kommt letztendlich auf der Rückseite wieder rein.
1967 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Heritage-Volunteers-Themenfonds des Prinz-Bernhard-Kulturfonds entwickelt.
Reetgedeckte Achtkantmühle
Baujahr 1648
1 Flügel
2 Flügelwelle
3 Obenkammrad
4 oberes Stockrad
5 Königswelle
6 Wasserradwelle
7 Schöpfrad
8 Krührad
9 Steertbalken
10 Bremse
11 Fangstock