Seit 1528 steht an dieser Stelle schon eine Mühle. Sie wurde von französischen Truppen in oder nach dem 'Katastrophenjahr' 1672 in Brand gesetzt. Danach wurde eine neue Mühle gebaut. Im Gemeindearchiv von Reeuwijk wurden Hinweise auf den Bau der heutigen Mühle im Jahre 1688 gefunden.
Die Mühle steht am Prinsendijk, Teil der Alten Holländischen Wasserlinie. Dessen Name verweist auf den Beschluss Prinz Wilhelms III. (1650-1702), an den Ufern des Enkele-Wiericke-Kanals einen Schlafdeich zu bauen. Dieser Deich sollte das Gebiet zwischen Rhein und Maas vor Überschwemmungen schützen, sollten die Franzosen auf die Idee kommen, den Lekdeich aufzustechen.
Die Oucoopsemolen war bis 1969 Hauptverantwortliche für die Entwässerung des Polders Oukoop en Negenviertel. Als in dem Jahr kein Müller mehr gefunden werden konnte, wurde die Mühle stillgelegt und von einem Dieselpumpwerk abgelöst. Die Mühle ist bis heute ein Hilfspumpwerk.
1970 wurde die Mühle von der Goudse-Versicherungsgesellschaft gekauft mit dem Ziel, sie als Freizeitraum zu verwenden. Aber zunächst musste die Mühle restauriert werden. Dies dauerte bis 1974. Dabei wurden die Focken renoviert und das Schöpfrad erneuert. 1983 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Heritage-Volunteers-Themenfonds des Prinz-Bernhard-Kulturfonds entwickelt.
Busenpegel -0,45 m NAP
Polderpegel -2,20 m NAP
Förderhöhe 1,75 m
Kokerwindmühle
Baujahr wahrscheinlich 1688
1 Flügel
2 Flügelwelle
3 Obenkammrad
4 oberes Stockrad
5 Königswelle
6 unteres Stockrad
7 unteres Rad
8 Wasserradwelle
9 Schöpfrad
10 Treppe
11 Krührad
12 Bremse