Meerburgermolen
Die Meerburgermolen stand bis zum Sommer 2007 an der Meerburgerwetering, östlich der A4, nahe Zoeterwoude-Rijndijk. Die Mühle entwässerte den Room- en Meerburgerpolder mit einer Fläche von etwa 100 Hektar und einer Förderhöhe von 1,05 m.
Die Mühle, die damals noch Room- en Meerburgermolen hieß, wurde 1684 von Claes Jansz van Staveren und Ary Jacobsz für 2.175 Gulden errichtet.
Die Mühle ist seit 1936 mit stromlinienförmigen und aluminiumbekleideten Flügeln, den sogenannten Dekker-Flügeln, ausgestattet und ist außenseitig mit einem Schöpfrad versehen.
Der Bau der erhöhten Autobahn A4 führte zu einer Verschlechterung der Windlage. Deshalb wurde in der Mühle als Hilfsantrieb 1951 ein interner Dieselmotor installiert. Als 1965 der Roomburg-Polder als Wohngebiet ausgewiesen wurde, wurde der Name der Mühle entsprechend geändert – sie hieß ab dann Meerburgermolen.
1971 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über und wurde der Dieselmotor entfernt.
Faktoren wie die Erweiterung des Industrieparks bei Zoeterwoude und der Bau der Hochautobahn A4 führten zu einer weiteren Verschlechterung des Mühlenbiotops. Deswegen wurde 2006 zu einem Standortwechsel der Mühle beschlossen. Man wusste jedoch noch nicht, wohin. Deshalb wurde die Mühle im August 2007 zunächst in den Hof eines Mühlenbauers übersiedelt.
Hier stand sie bis September 2013, als sie im neuen Munnikkenpolder aufgestellt wurde. In diesem Polder wurde die Mühle im Juli 2014 erneut in Betrieb genommen. Sie dient bei extremer Überlastung oder im Falle eines defekten Hauptpumpwerks immer noch als Hilfspumpwerk. Die Mühle wird von ehrenamtlichen Müllern bedient.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des A4 Wensenfonds Leiderdorp entwickelt
Achtkant-Poldermühle
Baujahr 1684