1744 wurde der Polder ausgetorft. Anschließend wurden in den Jahren 1779-1780 zwei Poldermühlen – Lijkermolen 1 und Lijkermolen 2 – gebaut, um das ausgetorfte Gewässer zu entwässern und anschließend trocken zu halten.
Die Mühle entwässert also gemeinsam mit Lijkermolen 2 den Veender- en Lijkerpolder. Sie funktioniert als ein Hilfspumpwerk, das bei extremer Überlastung eingesetzt wird. Die Polder ist 540 Hektar groß. Die Förderhöhe beträgt 4,20 m. Der Durchmesser der Förderschnecke ist 1,45 Meter. Über dem westlichen Eingang der Mühle befindet sich ein Gründungsstein, der 2020 restauriert wurde.
Die beiden Lijkermühlen sind die einzigen gemauerten Zwölfkantmühlen in den Niederlanden. Dies ist eine Folge einer Auffassung der Maurer – sie waren der Meinung, das Mauerwerk einer Zwölfkantmühle sei stärker als das einer runden Mühle.
Willem van der Pouw Kraan war von 1945 bis 1985 der letzte Berufsmüller. Ab 1960 war er auch Betreiber der Lijkermolen 2. Er lebte mit seiner Familie – seiner Frau und elf Kindern – in der Lijkermolen 1.
Anfang der Fünfziger wurde die Förderschnecke vertieft und verlängert. 1976 ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über. 1996 folgte eine Restaurierung der Mühle. Dabei wurden unter anderem die Ruten, an denen die beiden Flügeln befestigt sind – über 28 Meter lang – ersetzt.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland und von Kaag en Braassem Promotie entwickelt.
Busenpegel -0,63 m NAP
Förderhöhe ca. 4,10 m
Sommerpegel -4,60 m NAP
Winterpegel -4,70 m NAP
Gemauerte Zwölfkantmühle
Baujahr 1780
1 Flügel
2 Flügelwelle
3 Obenkammrad
4 oberes Stockrad
5 Königswelle
6 Unterrad
7 Schneckenrad
8 Förderschnecke
9 Krührad
10 Steertbalken
11 Bremse
12 Fangstock
13 Wohnung des Müllers