Die Lagenwaardsemolen entwässerte ursprünglich den 'Bospolder', der nördlich von Leiderdorp am Does-Fluss liegt, und hieß damals dementsprechend 'Bosmolen'. 1955 wurde ein Dieselpumpwerk gebaut, das die Mühle überflüssig machte. 1963 wurde die heruntergekommene Mühle Eigentum der Gemeinde Leiderdorp, die die Mühle 1965 restaurierte.
Ende der 1990er wurde deutlich, dass die Mühle nicht am ursprünglichen Standort bleiben konnte. Sie stand nämlich genau dort, wo der Tunnel für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke unter dem 'Groene Hart' beginnen sollte. Im Dezember 2002 wurde die Bosmolen vom alten Standort entfernt und auf das Gelände des Mühlenbauers Verbij übersiedelt, wo sie restauriert wurde.
Im September 2003 wurde die Mühle (Unterbau, Mühlenkasten und Steert) auf einem Tieflader zum neuen Aufstellort im Lagenwaardse Polder transportiert, an dem früher bereits eine andere Mühle gestanden hatte. Bei diesem Umzug ging die Mühle ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über.
Am 27. März 2004 beförderte die Mühle zum ersten Mal seit fast 50 Jahren wieder Wasser. Sie wurde nach dem Polder benannt, den sie nun entwässerte, und hieß künftig 'Lagenwaardsemolen'. Der Lagenwaardse Polder hat eine Fläche von über 400 Hektar und einer Förderhöhe von 1,80 Metern.
Die Mühle wird von einem ehrenamtlichen Müller betrieben und wird – hauptsächlich bei Überlastung – als Hilfspumpwerk eingesetzt.
Kokerwindmühle
Baujahr 1704
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Gemeinde Alphen aan den Rijn entwickelt