Diese Mühle stand bis 1999 in der Nähe von Rijnsburg. Dort entwässerte sie den Polder Kamphuizen mit einer Fläche von ca. 85 Hektar und einer Förderhöhe von 0,55 Meter. An dieser Stelle war die Mühle bis 1930 mit Windkraft in Betrieb. Danach wurde sie mit einem Elektromotor ausgestattet.
Während des Zweiten Weltkriegs geriet die Mühle in Verfall, auch weil hölzerne Teile der Mühle gestohlen wurden, um als Brennstoff für den Ofen zu dienen. In den letzten Kriegsjahren wurde die Mühle wieder 'windfähig' gemacht, weil der Strom regelmäßig ausfiel. Nach dem Krieg stand die Mühle still (außer Betrieb), blieb aber entwässerungsfähig. Ab 1980 war die Mühle auf Initiative freiwilliger Müller wieder mit einer gewissen Regelmäßigkeit im Einsatz und entwässerte den Polder.
Nach dem Bau eines neuen Pumpwerks 1992 wurde die nunmehr überflüssige Mühle an die benachbarte Blumenauktionsgesellschaft Flora übertragen. Durch den Ausbau der Auktionshallen wurde die Mühle allmählich eingeschlossen. Mit Hilfe der Provinz Südholland wurde im Elsgeesterpolder in Voorhout ein neuer Ort für die Mühle gefunden. 1999 wurde die Mühle dorthin übersiedelt und an die Rijnlandse Molenstichting übertragen. Die Übertragung der Mühle an die Rijnlandse Molenstichting fand absichtlich genau an dem Moment statt, an dem die Mühle einen halben Meter über dem Boden schwebte – direkt über seinem neuen Platz. Damit war sie nämlich keine Immobilie und unterlag sie einem günstigen Steuersatz.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland entwickelt.