Der Hondsdijkse Polder wurde 1444 gegründet. Er hat eine Fläche von 485 Hektar und eine Förderhöhe von 1,30 Meter. 1485 genehmigte Rijnland den Bau einer Mühle. Diese brannte 1693 nieder. Als Ersatz entschied sich der Polderausschuss zum Kauf einer stillstehenden Mühle in Leiden.
Diese Mühle wurde 1644 auf Roomburg in Leiden gebaut und wechselte das (stinkende) Wasser in den Grachten der Stadt aus. Später wurde die Mühle an einen Standort am Marepoort verlagert. Die Mühle war ab 1688 außer Betrieb. Der Abriss und Wiederaufbau der Mühle im Jahre 1693 kostete den Polderausschuss 1.050 Gulden. Da die Arbeiten aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgeschlossen waren, bekam der Mühlenbauer nur 850 Gulden.
Insgesamt 266 Jahre lang – bis 1959 – wurde der Polder von dieser Mühle mit Windkraft entwässert. Danach wurde sie durch ein Pumpwerk abgelöst.
Die Mühle geriet in Verfall und ging 1966 ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting über. Anschließend fanden bis 1981 fanden große Restaurierungsarbeiten statt. Der Originalzustand der Mühle – mit einem Innenkrühwerk – wurde dabei wiederhergestellt. Bei derartigen Mühlen werden die Flügel in der Haube, also von innen, in den Wind gesetzt. Das Ergebnis ist eine robuste, beträchtliche Mühle. Diese Mühle ist die einzige Mühle in Südholland mit einem Innenkrühwerk.
Die Mühle ist ein Hilfspumpwerk und wird vom Wasserverband Rijnland bei sehr starkem Regen oder bei Ausfall des Pumpwerks eingesetzt.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Provinz Südholland entwickelt.