Die Hogeveensemolen ist eine Poldermühle aus 1654, die von Bartholomeus Dirksz. Klinkenberg gebaut wurde. Zwischen 1866 und 1872 wurden einige hölzerne Bauteile – die Flügelwelle, das Schöpfrad und die Ruten - durch eiserne ersetzt.
Um weniger vom Wind abhängig zu sein, wurde die Mühle 1924 mit einem Kraftstoffmotor ausgestattet. Dieser erste Versuch war nicht sehr erfolgreich, ein zweiter Versuch im Jahre 1930 hingegen schon. Da man jedoch befürchtete, dass ein Krieg und damit Kraftstoffmängel bevorstanden, wurde 1939 eine Renovation der Mühle – ein Werkzeug mit Windantrieb – beschlossen. Sie bekam unter anderem aerodynamischere Flügel, die zu einer höheren Leistung führten.
1978 wurde der Kraftstoffmotor durch einen Elektromotor ersetzt, der mittels eines Riemens am unteren Rad als Antrieb für das Schöpfrad diente. Mühlen mit solchen Antrieben sind sehr selten und haben einen hohen kulturhistorischen Wert.
2005 ging die Mühle ins Eigentum des Wasserverbandes Rijnland über. Mitte 2018 wurde die Mühle, nach dem Bau eines neuen Pumpwerks in 300 Meter Entfernung, an die Rijnlandse Molenstichting übertragen.
Die Mühle wird von einem ehrenamtlichen Müller betrieben und dient als Hilfspumpwerk für den Hogeveense Polder, wo sie bei extremer Überlastung oder bei Ausfall des elektrischen Pumpwerks zum Einsatz kommt.
Der zu entwässernde Polder hat eine Fläche von 485 Hektar und eine Förderhöhe von 0,40 m.
Reetgedeckte Achtkant-Poldermühle
Baujahr 1654