Die Groote Molen in Zoeterwoude ist die älteste Mühle im Eigentum der Rijnlandse Molenstichting. Mit einer Flucht von 25 Metern ist sie eine der stattlicheren Kokermühlen. Bis 1972 entwässerte die Mühle den Grote Polder mit einer Fläche von 520 Hektar und einer Förderhöhe von 1,50 Metern. In der ursprünglichen Ausführung war die Mühle außenseitig mit einem Schöpfrad versehen. 1953 wurde dieses Schöpfrad entfernt und im Zuleitungsgraben eine Förderschnecke eingebaut. Gleichzeitig wurde die Mühle innenseitig mit einem Dieselhilfsmotor der Marke Deutz ausgestattet.
1972 wurde der Vorfluter abgedämmt. Seitdem gibt es keine Verbindung zum Oude Rijn mehr. Deswegen mahlt die Mühle heute in einem Kreis. 1973 wurde die Groote Molen ins Eigentum der Rijnlandse Molenstichting übertragen. Seitdem wird sie von einem Müller auf ehrenamtlicher Basis betrieben.
Bei einem schweren Sturm am 2. April 1973, der Nord- und Südholland sowie den Norden der Niederlande heimsuchte, wurden in den Niederlanden und in Großbritannien jeweils drei Menschen getötet. Auch in Deutschland gab es Opfer zu beklagen, als ein Baum auf einen Zug stürzte.
Inmitten dieser Gewalt brach der Koker der Mühle ab und wurde der Oberbau samt Flügelkreuz völlig zerstört. In den darauffolgenden Jahren wurde die Mühle vollständig restauriert, es sollte aber bis 1976 dauern, bis sie wieder eingesetzt werden konnte.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung der Gemeinde Zoeterwoude entwickelt
Kokerwindmühle
Baujahr 1626