Die Googermolen ist einer der größten gemauerten Grundsegler (auch Erdholländer genannt) in den Niederlanden. Das Mauerwerk hat ebenerdig eine Dicke von 1 Meter. Die Stahlruten, an denen die Takelage befestigt ist, sind fast 29 Meter lang, und die Schneckenpumpe hat eine Länge von 14 Metern. Das Wasser muss zirka 4,15 Meter in die Höhe befördert werden.
Die Mühle wurde 1717 für 7.990 Gulden von Dirck Cornelisz. van Grieken, einem Mühlenbauer aus Oude Wetering, errichtet. Sie brannte 1838 oder 1839 nieder und wurde anschließend wieder aufgebaut.
Heute ist die Mühle ein Kulturerbe und Eigentum der Rijnlandse Molenstichting. Die Mühle wird ehrenamtlich betrieben und dient bei extremer Überlastung als Hilfspumpwerk.
Die Mühle wurde nach dem Polder benannt, den sie entwässert – dem Googerpolder (Fläche: 270 Hektar). Bis 1956 wurde dieser Polder mittels Windkraft entwässert. In jenem Jahr bekam die Mühle im Inneren einen Hilfsmotor. Seit 1972 steht in unmittelbarer Nähe ein elektrisches Schneckenpumpwerk, und der Motor wurde anschließend entfernt.
1944 hatten die deutschen Besatzer mehrere Polder im Rijnland geflutet, darunter auch den Googerpolder. Der Überlieferung zufolge habe die Regierung nach Kriegsende ein Pumpwerk zur Verfügung gestellt, das sich aber als defekt erwies. Der damalige Müller, der siebzigjährige Hein de Jong, soll anschließend die Mühle eingespannt und den Polder vollständig entwässert haben.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Kooperationsfonds der Rabobank Groene Hart Noord entwickelt
Runde, gemauerte Poldermühle
Baujahr 1717