Die Mühle war bis 1957 als Hauptpumpwerk in Betrieb. Danach wurde sie von einem neuen Pumpwerk abgelöst. Die Mühle geriet in Verfall und in 1967 wurde eine Abrissgenehmigung beantragt. Diese wurde verweigert. 1969 wurde die Provinz Südholland Eigentümerin der Mühle. Pläne für eine Restaurierung wurden gemacht, aber nicht ausgeführt. 1974 wurde die Mühle von der Provinz an die Rijnlandse Molenstichting übertragen.
Die Mühle wurde zwischen 1976 und 1986 von der neuen Eigentümerin restauriert. Der Unterbau und später der Mühlenkasten samt Flügeln wurden restauriert. Dabei wurden das Schöpfrad, die Wasserradwelle und das untere Rad entfernt. Danach war die Geremolen zwar betriebsfähig, aber noch nicht entwässerungsfähig.
2012 wurde mit den Arbeiten zur Wiederherstellung der Entwässerungsfähigkeit begonnen. Dies geschah, nachdem eine Diskussion zwischen Müller und Eigentümerin durch ein Urteil des Staatsrates entschieden worden war. Der Müller hatte befürchtet, dass durch die Vergrößerung und Vertiefung des Schöpfrads zu wenig Wohnraum übrig bleiben würde. Seine Klage wurde zurückgewiesen.
Anschließend wurden die Zu- und Ableitungsgräben wiederhergestellt und ein neues, tiefergelegtes Schöpfrad installiert. Letzteres wurde notwendig, da der Polderboden sich setzte und der Wasserspiegel dadurch sank. Somit ist die Mühle seit Sommer 2013 auch wieder entwässerungsfähig.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Heritage-Volunteers-Themenfonds des Prinz-Bernhard-Kulturfonds entwickelt.
Kokerwindmühle
Baujahr 1636
Busenpegel -0,60 m NAP
Polderpegel -2,60 m NAP
Förderhöhe 2,00 m
1 Flügel
2 Flügelwelle
3 Obenkammrad
4 oberes Stockrad
5 Königswelle
6 unteres Stockrad
7 unteres Rad
8 Wasserradwelle
9 Schöpfrad
10 Treppe
11 Krührad
12 Bremse
13 Fangstock