Die Broekdijkmolen, eine reetgedeckte Achtkantmühle, wurde 1840 als Nachfolger einer Kokerwindmühle gebaut. Sie entwässert den „Broek en Simontjes Polder“, die ursprünglich eine Fläche von 260 Hektaren hatte. Beim Bau des Leidener Stadtteils Merenwijk ab 1970 wurde ein großer Teil entpoldert und blieben etwa 50 Hektar übrig.
In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1972 suchte ein Sturm ganz Westeuropa heim, was dazu führte, dass die Mühle „durchging“. Nur mit sehr viel Aufwand konnte sie zum Stillstand gebracht werden. Die Fangstücke schwelten am nächsten Morgen noch nach und mussten gekühlt werden. Einen Tag später, rund 10 Uhr morgens, geriet die Mühle doch noch in Brand. Nur die steinernen Feldmauern blieben übrig.
Dennoch bedeutete dies nicht das Ende für Windmühlen an diesem Ort. Im Waarderpolder, in der Nähe von Haarlem, befand sich eine Achtkantmühle, die dort dem Ausbau eines Gewerbegebietes weichen musste. Diese Mühle, Jahrgang 1862, passte erstaunlich gut auf die Reste der niedergebrannten Broekdijkmolen. 1974 wurde die Mühle nach Warmond überführt und auf den Unterbau platziert. Die anschließenden Wiederaufbauarbeiten dauerten zwei Jahre.
Die Mühle blieb Hauptpumpwerk für den Polder, bis 1986 ein elektrisches Pumpwerk gebaut wurde. Die Mühle wurde anschließend außer Betrieb genommen und an die Rijnlandse Molenstichting übertragen. Seitdem dient sie als Hilfspumpwerk.
Diese Tafel wurde mit Unterstützung des Golfclubs Kagerzoom in Warmond entwickelt
Achtkant-Poldermühle
Baujahr Feldmauern: 1842
Baujahr Unterhaus: 1862